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Der Freundeskreis möchte die Ansiedlung von Weißstörchen als Brutpaare in der Region entlang der Grube zwischen Ovenhausen und Lütmarsen fördern. Wir helfen uns wechselseitig bei der Einholung der „Zustimmung“ der Nachbarschaft, der Errichtung der Nisthilfen (unabhängig vom Standort) und bei möglichen finanziellen Aufwendungen. Wir unterstützen uns auf Dauer bei der Betreuung von max. drei Brutpaaren, ebenfalls unabhängig vom Standort. Das erfordert die jährliche Kontrolle und Fixierung der Nisthilfen sowie notfalls Ergänzungsfütterung, um bei extremen Wetterlagen Jungstörche vor dem Verhungern zu retten. Wir helfen uns durch Rat und Tat, insbesondere dann, wenn es da oder dort „hakt“. Folglich verstehen wir uns als „ideelle Träger“ des Projekts. Das bedeutet aber auch, dass einige Ausführungen standortbezogene „Selbstläufer“ sind.

Der Freundeskreis „Grubestörche“ soll ein lockerer Zusammenschluss von Interessierten, Helfern und Sponsoren sein. Er soll Ansprechpartner bei möglichen Nachbarschaftsproblemen sein. Aufkommende Probleme werden im Freundeskreis gemeinsam erörtert. Eine begrenzte Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung für den Fall, dass Einschaltung einer Behörde (z. B. Untere Naturschutzbehörde bei möglichen Umsiedlungen) erforderlich ist, halten wir für erstrebenswert.

Unser Ziel ist es nicht, den Freundeskreis in einen Verein mit Vorstand usw. umzuwandeln. Falls wir binnen drei Jahren nicht erfolgreich sind, wird das gemeinsame Projekt wieder „begraben“. Die Anfangsorganisation übernimmt Dr. Norbert Tenkhoff. Zu Beginn zahlt jedes Gründungsmitglied zumindest 10,- € in eine gemeinsame Kasse ein, um im Bedarfsfall Geld zur Verfügung zu haben. Spenden der weiteren Mitglieder oder Sponsoren sind willkommen und nach oben nicht begrenzt. Geldangelegenheiten regelt A. Pollmann; bei Bedarf wird bei einer Bank ein Konto eingerichtet.

Start der „Grubestörche“ und Entwicklung des Freundeskreises

Mit diesen Festlegungen ist der Freundeskreis „Grubestörche“ im Herbst 2016 gestartet. Zunächst haben zehn Gründungsmitglieder den Freundeskreis sprichwörtlich aus der Taufe gehoben. Mittlerweile werden die „Grubestörche“ von 30 Mitgliedern aus Ovenhausen, Lütmarsen und Höxter unterstützt. Um künftige Investitionen z. B. die Installation einer Webcam sicher finanzieren zu können, sollen noch einige Sponsoren angesprochen werden (Fotos in der Bildergalerie) .

Das ursprüngliche „Projekt“ ist auf dem Weg ein voller Erfolg zu werden

Im Frühjahr 2017 kamen die ersten Störche nach Ovenhausen und nahmen die Nisthilfe auf dem Schornstein der Fa. Maderas an und brüteten mit Erfolg. Allerdings hatten die noch unerfahrenen Störche zu spät mit der Brut begonnen, was zur Folge hatte, dass das Nahrungsangebot dürftig war. Zusätzlich führten dann mehrtägige Unwetter dazu, dass die drei Jungen leider im Nest Ende Mai „verkümmerten“.

Bereits im März 2018 kamen die Störche zurück; sie fingen drei Wochen früher mit dem Brutgeschäft an und brüteten vier Küken aus. Alle vier konnten von Herrn M. Jöbges von der LANUV, Recklinghausen beringt werden. Von diesen wurden drei flügge und konnten Ende August die Reise nach Süden antreten. In Lütmarsen besuchten im Frühjahr einzelne Störche die Nisthilfe, zogen aber dann weiter. Nachdem die Aufzucht in Ovenhausen erfolgreich verlief, wurde am Radfahrweg in Höhe des Nestes ein großer Stein mit überlebensgroßem Storch und Infotafel mit allen wichtigen Daten über Jung-und Altstörche errichtet.

Wiederum im März 2019 Jahr kamen zwei Störche nach Ovenhausen zurück. Zu unserer Überraschung trafen aber nach wenigen Tagen entlang der Grube weitere Störche ein. Gemäß Auslesen der Ringe handelte es sich mindestens um vier Altstörche, die sich nach wenigen Tagen untereinander darauf „verständigten“, beide Nester nämlich in Lütmarsen und Ovenhausen zu beziehen. Seit dem 5. bzw. 7. April brüten beide Storchenpaare fest. Sobald sich in Lütmarsen eine positive Entwicklung des Brutgeschäfts abzeichnet, wird auch dort über eine entsprechende Infotafel nachgedacht.

Die erfreuliche Entwicklung der Poplation setzte sich auch in den Jahren 2020 und 2021 fort.Bemerkenswert war, dass in beiden Jahren die ersten Störche schon sehr früh vor Ort waren. 2021 mussten sie wegen der starken Fröste sogar für annähernd 3 Wochen “untertauchen”.

April/Mai 2021 wurden im Nest fünf Eier gesichtet. Weitere Beobachtungen per Drohne deuteten Anfang Juni darauf hin, dass im Nest offenbar 3 oder 4 Küken geschlüpft sind. Da es genug “Storchennahrung” zu finden gibt, besteht Grund zu der Hoffnung, dass dem Storchenpaar die Aufzucht der Küken gelingt. Seit Anfang Juli steht fest, daß 3 der 4 Küken überlebt haben und am Nestrand erste Flugübungen vollführen. Beim “Storchenfest” am 9. Juli bekamen sie von den Kindergartenkindern ihre Namen: August, Paula und Klara. Bereits Anfang August war die Storchensaison 2021 allerdings zu Ende; am 6. August brachen die Jungstörche gen Süden auf. Nur 2 Tage später folgten ihnen die Altstörche.

Auch 2022 scheint ein gutes Storchenjahr zu werden; denn bereits Ende Februar traf der erste Storch in Ovenhausen ein und besetzte das Nest. Allerdings musste er sich noch mehrere Wochen gedulden bis eine Gefährtin eintraf. Gut informierten Kreisen zu Folge haben sich die Störche auf der sogenannten “Ostroute” aus Witterungsgründen deutlich verspätet und erreichten erst Anfang April unsere Region. Erstmals gemeinsam gesichtet wurde das Storchenpaar dann am 9. April. Die weitere Entwicklung des Brutgeschehens verlief allerdings wenig glücklich. Zwar wurden im Nest zwei Jungstörche gesichtet, die jedoch nicht überlebten. Es mag an der trockenen Witterung und dem damit zusammenhängenden geringen Nahrungsangebot oder an der bisweilen auftretenden Vogelgrippe gelegen haben.

Der Tornado vom 20. Mai hatte leider zur Folge, dass ein neuer Nestunterbau geschaffen werden muss; denn der Kamin, auf dem sich das Storchennest bis dato befand, musste aus Standsicherheitsgründen abgetragen werden. Die Firmen Maderas und Robrecht und der Freundeskreis der Grubestörche wollen das neue Storchennest gemeinsam realisieren und hoffen auf neue Bewohner im kommenden Jahr.

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