Dorfdenkmal

In den Jahren 1999/2000 wurde das ehemalige Kriegerdenkmal an der Einmündung Hauptstraße/Bergwinkel neu gestaltet und als „Denkmal zur Dorfgeschichte“ seiner neuen Bestimmung übergeben. Ursprünglich als Kriegerdenkmal 1921 durch den Paderborner Künstler Hugo Bürger zu Ehren und zum Andenken an die Gefallenen des Dorfes konzipiert, hatte man für diese Gedenkstätte keine rechte Verwendung mehr, nachdem im Jahre 1963 das neue Gefallenenehrenmal am Friedhof seinen Standort erhielt. Ende 1998 beschlossen die Vereinsvorstände des Dorfes die Umgestaltung des Bereiches und riefen zu einer Spendenaktion auf, in deren Verlauf annähernd 15.000 DM zusammenkamen. Unter Federführung des Heimat- und Schützenvereins wurde die Anlage gepflastert, mit Sandsteinpfeilern und Zaun versehen und bepflanzt. Hinzu kam ein neuer Brunnen mit unterirdischer Wasserspeisung und einem Wasservorratsbehälter. Den Gedenkstein, in dessen Bogen ein Abdruck des ursprünglichen Madonnenreliefs eingearbeitet wurde, zieren nunmehr Bronzeplatten, auf denen die Geschichte des Dorfes von 823 bis 2000 stichwortartig aufgeführt ist.

Ehrenmal am Friedhof 

Das Gefallenenehrenmal, das der Künstler Heinrich Erlenkötter aus Wiedenbrück zum Heimatfest 1963 schuf, besteht aus einer über 2 m hohen Bronzefigur des auferstandenen Christus, der, von aller Erdenschwere und allem Erdenleid gelöst, zum Licht emporsteigt. Rundherum zu seinen Füßen sind auf vier liegenden Steinen aus grauem Lava-Basalt die Namen der Gefallenen beider Kriege verzeichnet, die durch ihn ihre eigene Auferstehung erwarten. Als Standort wurde der Friedhofsvorplatz gewählt, auf den die Hauptstraße von Höxter kommend gradlinig zuführt. Während sich im Hintergrund bereits der Turm der neuen Kirche zeigt, erhält der Näherkommende einen starken Eindruck von dieser auf sieben Stufen erhöhten Christusfigur, die ihm mit weit ausgestreckten Armen entgegenkommt.

Kükenbrunnen

Ursprünglich für Zwecke des Fremdenverkehrs als kleiner Erholungspark mit Brunnenfassung, Wassertretbecken und einer Bruchsteinempore konzipiert, bietet der Bereich nach einer umfassenden Neugestaltung nunmehr eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten und kleinen Sehenswürdigkeiten:

  • Europaradweg R 1 mit Hinweistafel
  • Kinderspielplatz u. a. mit Seilbahn, Schutzhütte und Spielmöglichkeiten am Bachlauf
  • Ältester Torbogen des Dorfes
  • Brunnenfassung aus Felsen mit Wasserspiel und Ableitung zur Grube
  • naturnah gestalteter Bachlauf
  • Schrifttafel zur Historie des Kükenbrunnes und der angrenzenden Gaststätte
  • Ruhe –und Rastplatz für Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger
  • Aufführungsort des Großen Zapfenstreiches bei Dorffesten

Judenfriedhof

Etwa 500 m vom westlichen Rand der Ortschaft entfernt findet sich am Fuße des Breitenberges der jüdische Friedhof. Der denkmalgeschützte Bereich ist eingezäunt und beinhaltet zehn Grabsteine ehemaliger jüdischer Mitbürger.

Nach den Recherchen von Horst-D. Krus zu seinem Buch „Mordfall Soistmann Berend“ hatten die Ovenhäuser Juden von der Gemeinde das Recht erhalten, dort ihre Toten zu bestatten. Der eingezäunte Bereich entstand aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Hangaufwärts kündeten einige gefundenen Grabsteine, die vor wenigen Jahren in den eingezäunten Bereich verbracht wurden, von den älteren Begräbnisplätzen.

Dort irgendwo in dem Fichtenwald werden auch die Gebeine des ermordeten Handelsjuden Soistmann Berend ruhen, der im Februar 1783 hier bestattet wurde.

Tafel Haus Uhlmann

Seit 2008 erinnert eine Gedenktafel am Carport der Familie Köster, Hauptstraße 29, an das Schicksal der Familien Soistmann (Steilberg) und Uhlmann. Das an dieser Stelle bis ins Jahr 2000 stehende Wohnhaus wurde unter hohem medialen Interesse in einer technischen Meisterleistung in Gänze ins Freilichtmuseum nach Detmold transloziert.

Die Gedenktafel hat folgenden Text: Zur Erinnerung an Haus Uhlmann 

Hier stand das Haus der jüdischen Familien Steilberg und Uhlmann. Das Fachwerkhaus wurde 1803 – 1805 von dem Juden Bernd Soistmann erbaut, der später den Familiennamen Steilberg annahm. Sein Vater war der Handelsjude Soistmann Berend, der 1783 im Wald zwischen Bökendorf und Ovenhausen von einem Knecht aus Bellersen erschlagen wurde. Dieser in der hiesigen Gegend Aufsehen erregende Kriminalfall inspirierte die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1793 – 1843) zu ihrer bekannten Novelle „Die Judenbuche“. 1885 erwarb die jüdische Kaufmannsfamilie Uhlmann das Steilbergsche Haus. Letzte jüdische Bewohner waren der Kaufmann Norbert Uhlmann, seine Frau Helene (Lene) und ihre Adoptivtochter Ilse. Sie wurden 1941 durch das Nazi-Regime nach Riga deportiert und später in Auschwitz ermordet. 

Im Jahre 2000 wurde das Haus ins LWL-Freilichtmuseum Detmold transportiert und dort wieder errichtet. Seit 2007 erinnert es im „Paderborner Dorf“ an die Geschichte der jüdischen Landbevölkerung im östlichen Westfalen.

Störche

Projekt Freundeskreis „Grubestörche“

Der Freundeskreis möchte die Ansiedlung von Weißstörchen als Brutpaare in der Region entlang der Grube zwischen Ovenhausen und Lütmarsen fördern. Wir helfen uns wechselseitig bei der Einholung der „Zustimmung“ der Nachbarschaft, der Errichtung der Nisthilfen (unabhängig vom Standort) und bei möglichen finanziellen Aufwendungen. Wir unterstützen uns auf Dauer bei der Betreuung von max. drei Brutpaaren, ebenfalls unabhängig vom Standort. Das erfordert die jährliche Kontrolle und Fixierung der Nisthilfen sowie notfalls Ergänzungsfütterung, um bei extremen Wetterlagen Jungstörche vor dem Verhungern zu retten. Wir helfen uns durch Rat und Tat, insbesondere dann, wenn es da oder dort „hakt“. Folglich verstehen wir uns als „ideelle Träger“ des Projekts. Das bedeutet aber auch, dass einige Ausführungen standortbezogene „Selbstläufer“ sind.

Der Freundeskreis „Grubestörche“ soll ein lockerer Zusammenschluss von Interessierten, Helfern und Sponsoren sein. Er soll Ansprechpartner bei möglichen Nachbarschaftsproblemen sein. Aufkommende Probleme werden im Freundeskreis gemeinsam erörtert. Eine begrenzte Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung für den Fall, dass Einschaltung einer Behörde (z. B. Untere Naturschutzbehörde bei möglichen Umsiedlungen) erforderlich ist, halten wir für erstrebenswert.

Unser Ziel ist es nicht, den Freundeskreis in einen Verein mit Vorstand usw. umzuwandeln. Falls wir binnen drei Jahren nicht erfolgreich sind, wird das gemeinsame Projekt wieder „begraben“. Die Anfangsorganisation übernimmt Dr. Norbert Tenkhoff. Zu Beginn zahlt jedes Gründungsmitglied zumindest 10,- € in eine gemeinsame Kasse ein, um im Bedarfsfall Geld zur Verfügung zu haben. Spenden der weiteren Mitglieder oder Sponsoren sind willkommen und nach oben nicht begrenzt. Geldangelegenheiten regelt A. Pollmann; bei Bedarf wird bei einer Bank ein Konto eingerichtet.

Start der „Grubestörche“ und Entwicklung des Freundeskreises

Mit diesen Festlegungen ist der Freundeskreis „Grubestörche“ im Herbst 2016 gestartet. Zunächst haben zehn Gründungsmitglieder den Freundeskreis sprichwörtlich aus der Taufe gehoben. Mittlerweile werden die „Grubestörche“ von 30 Mitgliedern aus Ovenhausen, Lütmarsen und Höxter unterstützt. Um künftige Investitionen z. B. die Installation einer Webcam sicher finanzieren zu können, sollen noch einige Sponsoren angesprochen werden (Fotos in der Bildergalerie) .

Das ursprüngliche „Projekt“ ist auf dem Weg ein voller Erfolg zu werden

Im Frühjahr 2017 kamen die ersten Störche nach Ovenhausen und nahmen die Nisthilfe auf dem Schornstein der Fa. Maderas an und brüteten mit Erfolg. Allerdings hatten die noch unerfahrenen Störche zu spät mit der Brut begonnen, was zur Folge hatte, dass das Nahrungsangebot dürftig war. Zusätzlich führten dann mehrtägige Unwetter dazu, dass die drei Jungen leider im Nest Ende Mai „verkümmerten“.

Bereits im März 2018 kamen die Störche zurück; sie fingen drei Wochen früher mit dem Brutgeschäft an und brüteten vier Küken aus. Alle vier konnten von Herrn M. Jöbges von der LANUV, Recklinghausen beringt werden. Von diesen wurden drei flügge und konnten Ende August die Reise nach Süden antreten. In Lütmarsen besuchten im Frühjahr einzelne Störche die Nisthilfe, zogen aber dann weiter. Nachdem die Aufzucht in Ovenhausen erfolgreich verlief, wurde am Radfahrweg in Höhe des Nestes ein großer Stein mit überlebensgroßem Storch und Infotafel mit allen wichtigen Daten über Jung-und Altstörche errichtet.

Wiederum im März 2019 Jahr kamen zwei Störche nach Ovenhausen zurück. Zu unserer Überraschung trafen aber nach wenigen Tagen entlang der Grube weitere Störche ein. Gemäß Auslesen der Ringe handelte es sich mindestens um vier Altstörche, die sich nach wenigen Tagen untereinander darauf „verständigten“, beide Nester nämlich in Lütmarsen und Ovenhausen zu beziehen. Seit dem 5. bzw. 7. April brüten beide Storchenpaare fest. In Ovenhausen laufen nunmehr die Vorbereitungen, um eine Webcam am Schornstein in der Nähe des Nestes zu installieren, um künftig aktuell über das Geschehen im und am Nest berichten zu können. Sobald sich in Lütmarsen eine positive Entwicklung des Brutgeschäfts abzeichnet, wird auch dort über eine entsprechende Infotafel nachgedacht.

Kirche

Pfarrkirche

Heiligenberg

Heiligenbergkapelle

Dorfmitte

Neue Dorfmitte

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