Sorgendes Dorf – was bedeutet das eigentlich?

Die Dorfbewohner sorgen sich umeinander … so war das in Ovenhausen – Gott sei Dank – schon immer. Beispiele: Der Nachbar hilft seinem Nachbarn, der Bauer bekommt Hilfe aus dem Ort bei der Ernte, Freunde helfen Freunden, Jüngere fahren Ältere zum Arzt oder ins Krankenhaus und Ehrenamtliche bieten Unterstützung an. An der Bushaltestelle werden Passanten mit in die Kreisstadt genommen.

Prof. Dr. Ulrich Harteisen (Zukunftszentrum Holzminden/Höxter) hat eine Analyse in Dörfern durchgeführt. Wie hat ein Dorf früher funktioniert und wie heute? Was ist für die Zukunft der Dörfer wichtig? Seine Erkenntnisse hat Prof. Dr. Harteisen im Artikel „Dörfer in Verantwortung – Die Dorfgemeinschaft im sorgenden Dorf.

Heute gibt es viele Beschreibungen zum „Sorgenden Dorf“: Ein Dorf vernetzt sich und ermöglich einfache Maßnahmen, damit die Mitbürgern leichter Hilfe in Anspruch nehmen können. Es gibt Hilfsbedürftige und Helfende.
Hilfe benötigen Menschen in jedem Alter.

 


Familien, Alleinerziehende, Neubürger oder Menschen, die einsam und krank sind , benötigen Unterstützung bei der Alltagsbewältigung. In intakten und gut vernetzten Dorfgemeinschaften finden sie Halt und Hilfe. Ein soziales Miteinander wird durch gemeinsames Tun und gegenseitige Hilfe in überschaubaren Raum organisiert. Die Gesellschaft wird zusehend älter. Viele Ältere wollen bis ins hohe Alter aktiv bleiben und engagieren sich für die Gemeinschaft. Gleichzeitig wollen sie sich aber auch auf gegenseitige Hilfe verlassen können, wenn sie selbst Unterstützung brauchen.
„Mit den Potentialen verfügbarer Zeit, besserer Gesundheit und höherer Bildung für die Einzelnen gewinnen die Möglichkeiten älterer Menschen, einen Beitrag zum Gelingen von Gesellschaft zu leisten, an Bedeutung.“
Im Alter aktiv zu sein, ist ein Bedürfnis und gleichzeitig mehr: Aktivität hält fit und verbessert damit die Voraussetzung für weitere Gesundheit und Freude. Aktiv für die Dorfgemeinschaft: Menschen der Generation 60+ geben ihre Lebenserfahrung an Jüngere weiter.
Jüngere helfen den Älteren. Die Generationen lernen voneinander. Jeder hilft jedem. 

Und dann kommt noch die Digitalisierung hinzu. Digital können wir schnell, Dorfintern und weltweit Informationen über die Dorfwebseite im Internet austauschen. Kommunikation und Interaktion ist über das Handy mit der Dorf-, Kirchen- und Sorgendes Dorf-App möglich.

 

 

 

 

Zurück zum Anfang