Historische Meilensteine

1078                          gegründet von Mönchen aus Corvey

bis Ende 16. Jh.    Pfarrkirche für Ovenhausen und Bosseborn

1693                          umfassender Umbau in den heutigen Zustand

1970, 1993               weitere Renovierungen

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„Hier lernt die Seele fliegen.“ (Hans Kremer, Schauspieler)

Heute steht die Michaelskapelle auf dem Heiligenberg im Eigentum der Kirchengemeinde Ovenhausen. Sie hat als spiritueller Ort eine besondere Bedeutung weit über die Gemeindegrenzen Ovenhausens hinweg. Traditionell finden von Ovenhausen aus jährlich zu Pfingsten, Krautweih und zum Michaelstag Prozessionen zum Heiligenberg statt. Viele Pilger auf dem an der Kapelle vorbeiführenden Jakobsweg halten an diesem Ort der Ruhe und Stille inne.

Jährlich stattfindende Veranstaltungen:
  • Die Pfingstfeierlichkeiten werden am Pfingstmontag auf dem Vorplatz der Michaelskapelle begangen. Bis zu 800 Gläubige aus nah und fern feiern hier einen Gottesdienst mit anschließender Begegnung bei einem kleinen Imbiss.
  • Mit Pfingsten startet die „Heiligenbergsaison“. Bis Ende September zum Michaelstag ist die Kapelle sonntags in der Zeit von 16:00 – 18:00 Uhr für Besucher geöffnet.
  • In dieser Zeit finden jeweils am ersten Sonntag im Monat in der Zeit von 17:30 – 18:00 Uhr Andachten statt.
  • In dieser Zeit finden ebenfalls jeweils am zweiten Sonntag im Monat in der Zeit von 17:30 – 18:00 Uhr spirituelle Heiligenbergführungen (von M. Böger) statt.
  • Von Frühjahr bis Herbst ist die Michaelskapelle ein beliebter Ort für Hochzeiten.
  • Anlässlich der Gründung  1078 findet am ersten Advent nachmittags eine Gedenkfeier statt. Mit verschiedenen spirituellen Impulsen ist diese Feier ein schöner Start in eine ruhige, besinnliche Adventszeit.
  • Ein Höhepunkt zum Jahresende ist die Christmette Heiligabend um 24:00 Uhr. Die Wanderung zum Heiligenberg in der heiligen Nacht ist bei vielen Ovenhäusern sehr beliebt.
Das Pilgerzeichen vom Heiligenberg – Glockengüsse als Nachweis der Bedeutung eines Wallfahrtsortes –

Lange Jahre konnte das seit dem Jahr 2000 dem Heiligenberg zugeordnete Pilgerzeichen nicht gedeutet werden; denn die Glockenkundler hielten die in den Glockengüssen neben dem Erzengel Michael und dem Hl. Jacobus d. Ä. dargestellte weibliche Heiligenfigur für die Hl. Barbara. Unser langjähriger Heimatvereinsvorsitzender Heinz Bertels gab den entscheidenden Tip: Es könne sich im Kontext mit dem Heiligenberg bei Ovenhausen nur um die Hl. Maria Salome handeln, die in der dortigen Michaelskapelle als Nebenheilige verehrt wird. Diesen Hinweis griff der Glockenwissenschaftler Jörg Poettgen auf und wies im Jahrbuch zur Glockenkunde 1999/2000 die Zugehörigkeit des Pilgerzeichens zum Heiligenberg eindeutig nach.

In der Pilgerzeichendatenbank sind aktuell mehr als 20 Glockengüsse im Raum Nordhessen und Thüringen mit diesem Pilgerzeichen aktenkundig und unterstreichen die Bedeutung des Heiligenberges als spätmittelalterliche Wallfahrtsstätte etwa zwischen 1430 bis 1480.

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