Umgestaltung des Bereiches am Kükenbrunnen

Umgestaltung des Bereiches am Kükenbrunnen

Ereignis-Datum: 1. Februar 2010

Etwa in der Mitte des Dorfes findet sich eine kleine Quelle, die lange Zeit zur Wasserversorgung der Anwohner in der oberen Hauptstraße genutzt wurde.

Der Name dieser Quelle geht zurück auf eine Begebenheit zu Beginn des 19. Jhds., als der französische Kaiser Napoleon Bonaparte über fast ganz Europa herrschte. Auch die hiesige Gegend, zum Königreich Westfalen gehörend, stand in den Jahren von 1807 – 1813 unter französischer Herrschaft. Als König hatte Napoleon seine jüngsten Bruder Jerome eingesetzt, der aufgrund rauschender Feste, immer neuer Lustbarkeiten und einer überaus üppigen Hofhaltung in der Residenzstadt Kassel alsbald  „König Lustik“ genannt wurde. Besonders hoch war der Bedarf an Eiern und jungem Geflügel, also Küken (Kuiken). Um die nötigen Vorräte für die Hofhaltung heranzuschaffen, zogen Händler durch die Lande, die dieses überall aufkauften. Diese reisenden Händler, im Volksmund schon bald Kuikenkerle genannt, hatten sich in Ovenhausen als Treffpunkt für ihre Geschäfte den Platz an dieser Quelle ausgewählt, die dann im Volksmund schnell den Namen Kuikenborn erhielt. Bei solchen Treffen wurden natürlich Nachrichten ausgetauscht, dazu verstand der benachbarte Wirt es sicher nicht ganz uneigennützig die neuesten „Klatsch- und Tratschgeschichten“ vom Hof aus Kassel aus den Händlern herauszulocken, worüber sich die oft zahlreich erschienene Dorfbevölkerung köstlich amüsierte. Der Wirt wurde schon bald Kuikenwirt und sein Wirtshaus Kuikenkrog genannt, dieser Name hat sich bis in die heutigen Zeit erhalten, die Gaststätte Kükenkrug findet sich unter der Adresse Hauptstraße 56.

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